Der Tastsinn

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Die grundlegende Arbeit in der Pädagogik, findet immer über die Sinne statt. In der anthroposophischen Heilpädagogik werde 12 Sinne aufgeführt. Diese Sinne können aber nicht einfach so separiert werden. Wenn wir von den unteren Sinnen sprechen stehen diese immer in Verbindung mit den oberen Sinnen. Dabei werden die Sinne nicht gewichtet oder in Prioritäten gesetzt. Wir beobachten und nehmen wahr. Dabei nutzen wir die verschiedenen Aktivitäten, wie auch Ruhephasen und erhalten dann ein Gesamtbild.  Uns ist es durchaus bewusst, dass sich das Kind in der Schule, im Kindergarten oder zu Hause anders verhält. Genau so wie Geschwister mit den selben Eltern oder auch Zwillinge sich individuell entwickeln.

Der Tastsinn gehört zu den unteren Sinnen und ist mit dem ICH-Sinn verbunden. Er vermittelt dem Körper, dass einerseits ein Gegenstand da ist und gleichzeitig auch, dass an dem Punkt wo der physische Leib auf einen anderen tritt, auch der eigene Körper seine Grenzen hat. Oft werden schon bei Kleinkinder basale Stimulationen angeregt, da dies wichtig ist für die kindliche Entwicklung. Das Hirn verknüpft diese einzelne Impulse und bildet Synapsen.

Darum bilden Naturmateralien ein wichtiger Bestandteil unserer Arbeit. Seide, Tannenzapfen, Steine, Holz und Wasser regen immer wieder neu die Sinne an, allen voran den Tastsinn. Das Kind lernt mit all seinen Sinnen die Welt be-greifen.

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